Raphi und Sändi's South America Blog

Brasilien - Peru - Bolivien - Chile

 
17Sept
2013

Hello!

Liebe Familie und Freunde
Über diesen Reiseblog möchten wir unsere Südamerikareise mit euch teilen. Über eure Kommentare und Tips freuen wir uns jetzt schon! 
Sandra und Raphaela 

17Sept
2013

Organisationstalente =)

Unglaublich, in 2 Tagen geht es schon los und wir sind an den letzten Vorbereitungen für unsere lang ersehnte Reise. Brasilien, Peru, Bolivien und Chile, wir kommen! Organisationstalente =)

19Sept
2013

On our way! :-)

Flughafen ZH nach Rio mit Zwischenstop in London

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20Sept
2013

Rio de Janeiro

Nach 14 Stunden Flug sind wir gestern gut in Rio angekommen. Es ist schwül und warm. :-) Heute Morgen wurde uns dann für das Frühstück ein Brot für 16 Reais statt (schlussendlich) 3 Reais angeboten. Es heisst also Obacht! :-) Trotz grösster Bemühungen nicht wie Touris auszusehen haben sie uns den Schweizer wohl an der Nasenspitze angesehen.
21Sept
2013

Ipanema e Copacabana

Dank unserem awesome Host konnten wir heute die beiden schönen Praias - Ipanema und Copacabana - und verschiedene Einkaufsstrassen mit Velos erkundigen... Hübsche Menschen, viele bunte Farben, frisches/delicious Obst, hohe Wellen, schnelle Busse, busy Markt, teure Erdbeeren, Orchideen wachsen auf Bäumen, schöner Sunset mit Surfern ;), leckere Caipis, kalte Dusche... What a beautiful and colourful life here in Rio! Der Jetlag schlägt langsam zu und wir sind totmüde.. Hier jedoch noch ein paar Bilder von den Beaches und dem Lagoa Rodrigo de Freitas.



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22Sept
2013

Rio von oben ;-)

Heute haben wir Rio von verschiedenen Punkten der Stadt aus der Vogelperspektive kennen gelernt. Frühmorgens um 7 Uhr haben wir einen von den vielen verrückten Stadtbussen gesucht. Festhalten und Rückgeld zählen ist definitiv angesagt. ;-) Pünktlich wie die Schweizer Uhr kamen wir 10 min zu früh an und waren in der ersten Gondel auf den Zuckerberg. Oben angekommen konnten wir praktisch alleine die wunderschöne Aussicht geniessen. Nicht ganz so viel Glück (und Disziplin) hatten viele Touris die erst gegen 12 kamen (siehe Foto). Der Höhepunkt des Tages war definitiv ein unvergesslicher und actionreicher Helirundflug vom Zuckerberg über Copacabana und Ipanema bis zum Christo. Mit viel Überzeugungskraft haben wir sogar einen der zwei Piloten zur frühen Mittagspause überredet, um den vorderen Sitzplatz erobern zu können.
Am Nachmittag gings dann zum Christo wo wir eigentlich 2h auf das nächste Bähnchen hätten warten müssen. Zum Glück lernten wir einen deutschsprachigen, brasilianischen Guide kennen, der uns doch früher mit hochschmuggeln konnte. Auch der Christo war ein beeindruckendes Monument. Die Busfahrt nach Hause war ebenfalls wieder ein Abenteuer und weder das Busnetz noch -system wurde von uns bis jetzt ganz durchschaut :-).

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23Sept
2013

Ipanema & Santa Teresa

Gestern war Erholungstag. Wir haben uns am Strand von Ipanema unter die Locals gemischt und versucht mit unserer hellen Haut und unseren langweiligen Bikinis mit viel zu viel Stoff nicht all zu sehr aus der Reihe zu tanzen. ;-) Am Abend trafen wir uns mit Sandras Freundin Alice und gingen in Santa Teresa in eine typisch brasilianische Bar.

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24Sept
2013

Centro, Niterói, Lapa & ein kulinarisches Highlight

Gestern führte uns unser Weg nach Botafogo und ins Zentrum von Rio, ausnahmsweise mal nicht per Bus sondern mit einer der beiden topmodernen Metros. Die Innenstadt war laut, hektisch, mit vielen Shops, kleinen Zwischenstrassen und Unmengen an Menschen!
Dann fuhren wir mit der Fähre nach Niterói, wo wir nach der spontanen Besichtigung des Caminho Niemeyer (Ein brasilianischer Architekt der Moderne, der sich von den runden Formen der hügeligen Landschaft, sowie derjenigen der brasilianischen senhoras inspirieren lässt) endlich wieder einmal ordentlich assen (Frischer Fisch :-)).
Nach einer weiteren Fähren- und Busfahrt erreichten wir Lapa, das Künstlerviertel der Stadt mit dem "Arcos da Lapa". Über diese Brücke fährt normalerweise die "Donde", ein Hop-on-and-off-Bähnli (wahrscheinlich wie in San Francisco), das nach einem schweren Unfall leider aus dem Betrieb genommen wurde. Viele besprayte und bunte sowie kaputte und verrückte Häuser führten in Lapa zum touristischen Höhepunkt dieses Stadtteils, der "Escadaria Selarón", einer Treppe, die von einem Chilenischen Schriftsteller komplett mit Kacheln aus aller Welt verkleidet wurde. Nach Hause fuhren wir dann wieder mit einer verrückten Busfahrerin, die fuhr als ob es was zu gewinnen gäbe, lauthals aus dem Bus schrie, und schlussendlich randomly mitten auf der Strasse anhielt um sich im Laden an der Ecke mal eben eine Cola zu holen...!
Den Abschluss von Rio machte ein perfektes Abendessen in einer typischen Churrascaria in Ipanema. Frisches Fleisch wird direkt am Tisch von einem Spiess geschnitten. Zudem gab es ein tolles Buffet mit Sushi und nicht zu vergessen natürlich die fantastischen Caipirinhas.

Fazit Rio: Eine wunderschöne Stadt mit fantastischen Sehenswürdigkeiten, attraktiven Menschen (die sich alle fit halten müssen um nur schon mit der Durchschnittsschönheit mithalten zu können), traumhaften Stränden, leckerem Obst und einer allgemeinen Herzlichkeit! Definitiv eine tolle Erfahrung und Bereicherung!

PS: Sogar die Schaufensterpuppen wurden den Figuren der brasilianischen Frauen angepasst (siehe Foto). ;-)

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25Sept
2013

Vom Caipirinha zum Pisco Sour... Äh... Von Rio nach Lima

Um 2.30 gingen die Vorbereitungen für unsere Weiterreise nach Peru los, um 3.30 waren wir bereits am Flughafen. Nach einem angenehmen Flug und einer endlosen Taxifahrt (Der Taxifahrer hatte sich verfahren) kamen wir gegen Mittag in unserem schönen Hotel an. Das Mittagessen im nahegelegenen Fischrestaurant war fantastisch, genauso wie der erste Pisco Sour. ;-)
Später erkundigten wir "Barranco", das Künstlerviertel der Stadt. Wunderschöne, bunte Häuser im Kolonialstil, süsse Strassen und Gassen, sowie die Brücke "Puente de los Suspiros" gaben uns einen schönen Vorgeschmack auf die Stadt, auch wenn es hier deutlich kühler ist als in Rio. Wir sind gespannt auf morgen!

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26Sept
2013

El Centro de Lima

Heute zog es uns zunächst nach Miraflores, wo wir uns einige Geschäfte, speziell Schuhläden anschauten. :-) Danach fuhren wir ins Zentrum der Stadt, um die bekannteren Sehenswürdigkeiten zu besuchen. Dazu gehörte auch der "Palacio de Gobierno", also quasi das weisse Haus von Lima. Täglich wird dort um 11.45 die Wache mit Militärmusik und Marschchoreographie abgelöst, was ein sehenswertes Spektakel war. Überhaupt war das Zentrum sehr interessant und es gab viele, teilweise sehr witzige Geschäfte. Es war viel los, sehr laut und geschäftig und von den Bauten her ziemlich schön. Die Polizei ist dort sehr präsent, sogar mit Such- (Im Falle eines Erdbebens) und Schutzhunden (siehe Fotos und rate :-)).
Aber auch andere Dinge funktionieren anders als bei uns. Wir landeten in einer Druckerstrasse, an der sich eine Druckerei an die andere reihte, jede mit noch älteren Maschinen als die davor. Aber es funktioniert!
Zum Schluss wollten wir noch in einen anderen Stadtteil fahren, der laut unserem Reiseführer geschichtlich interessant und optisch sehenswert sei. Nachdem uns dann aber der Taxifahrer und eine weitere Frau davon abgeraten hatten dort überhaupt aus dem Taxi zu steigen (da wir mit Sicherheit ausgeraubt werden würden) entschieden wir uns den besagten Stadtteil schnellstens wieder zu verlassen. Interessante Tips, die der Polyglott-Führer für uns hat...
Nichtsdestotrotz verbrachten wir zwei schöne Tage in Lima und führen morgen früh unsere Reise fort.

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26Sept
2013

Paracas

Nach 4.5h Busfahrt (mit einem sehr modernen und bequemen Bus) sind wir gut in Paracas angekommen. Der Weg mitten durch die Wüste erinnert sehr an Fuerte bzw. Namibia. Immer wieder fährt man allerdings durch kleine Oasen, in denen allerlei Früchte angebaut werden. Dies noch mit sehr altmodischen Mitteln, mit Pferdepflügen bzw 4 Eseln, die schwere Holzwagen ziehen. Nun sind wir in unserem wunderschönen Hotel angekommen, direkt am Meer.

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28Sept
2013

Islas Ballestas

Das Frühstück am heutigen Morgen brachte schon seine Überraschung mit sich. Als Sandra mit ihrem dampfenden Müsli strahlend zum Tisch kam, war ich zunächst leicht verwirrt. Sie informierte mich, es gäbe nur heisse Milch. Ich vermutete, dass sie sich wohl getäuscht haben musste und es natürlich kalte Milch geben musste, diese aber sicher verdeckt auf Spanisch angeschrieben war... Frohen Mutes marschierte auch ich Richtung Müslibuffet, aber auch ich kam schlussendlich mit halb gekochten Smacks zum Tisch zurück. Erstaunlicherweise hat es geschmeckt, auch wenn man trotz verbrannter Zunge zügig essen musste. =)

Nach dem Frühstück wurden wir für unseren Ausflug auf die Ballestas Inseln abgeholt. Zum Glück hatte der Reiseveranstalter ein Taxi organisiert, da wir die 200m zu Fuss zum Hafen bestimmt nicht geschafft hätten. =) Die Tour war aber fantastisch. Mit einem Schnellboot sahen wir schon unterwegs zu den Inseln die ersten Delphine. Auf den Inseln trafen wir Unmengen an verschiedenen Vögeln (unter anderem Pelikane), Pinguinen und Robben an und konnten diese aus nächster Nähe beobachten.

   

29Sept
2013

Huacachina oder Namibia?

Nach einem hervorragenden Frühstück mit ausgezeichnetem Obst (und Milo!), nahmen wir einen weiteren Bus für die kurze Strecke nach Ica. Dort angekommen wählten wir das herzigste Taxi, das wir finden konnten, ein "Tuk Tuk", oder wie es hier heisst "Moto-Taxi" (Fotos folgen). Dieses brachte uns trotz der riesigen Rucksäcke für knapp 2CHF in die 6km entfernte und von Sanddünen umgebene Oase Huacachina. Sandra fand es sehr kostengünstig, da durch die nicht vorhandene Tür auch für's Air-Conditioning gesorgt war.
In Huacachina fühlte sich Sandra dann direkt nach Namibia versetzt. Wir verliessen die Oase jedoch gleich wieder, um uns in der Bodega "Catador" die Pisco-Herstellung zeigen zu lassen. Diese funktioniert in 4 Schritten.
1. Der Traubensaft wird barfuss zerstampft.
2. Der Saft gärt zwischen 3-15 Tagen in geschlossenen Tonkrügen.
3. Die gegorene Flüssigkeit wird in einer poolgrossen und mit Holz erhitzten Destillationsanlage destilliert.
4. Vom Destillat wird der beste Teil in Flaschen abgefüllt.
Zwischenfrage an unsere Väter: Funktioniert die Herstellung von Grappa, Lie bzw. Mar gleich?

Nach der Besichtigung wurde degustiert. Der Wein schmeckte leider wie ein "sure Saucheib", also mehr nach Essig als nach Bordeaux. Daher sind wir dann schnell wieder in die Dünen geflüchtet, wo wir einen traumhaften Sonnenuntergang genossen.

PS: Wir haben gestern wie be... Äh empfohlen, den Chicha probiert. Er war sehr süss aber lecker.

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30Sept
2013

Zwischenstation Nazca

Gestern haben wir den Plan von Huacachina direkt nach Arequipa zu fahren über den Haufen geworfen und haben stattdessen einen Zwischenstop in Nasca gemacht. Von dort konnten wir in einer Kartonschachtel von Miniflugzeug die Nascalinien überfliegen. Nach dem Flug hatten wir gemischte Gefühle und unser Hautton war 2-3 Töne heller geworden. :-) Es war zwar ein interessantes Erlebnis, diese vor Jahrhunderten gefertigten Linien und Figuren zu sehen, allerdings waren sie enttäuschend klein. Fotos vor und nach dem Flug folgen demnächst. ;-)

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01Oktober
2013

Arequipa

Die letzte Nacht verbrachten wir in der ersten Klasse (man darf sich auch mal was gönnen für 12 exrta CHF) im Nachtbus von Nasca nach Arequipa. Der Fahrstil erinnerte an den Überflug von Nasca am Tag davor ;), der Komfort stimmte aber zu 100%. In Arequipa (ca. 2500 m.ü.M.) begrūsste uns ein wunderschönes Städtchen aus mehrheitlich weissem Vulkangestein, weswegen es auch als "weisse Stadt" bekannt wurde. Versteckte malerische Innenhöfe überraschten immer wieder mit ihrer Vielfalt hinter alten Holztoren. Der Höhepunkt war jedoch das Kloster "Monasterio Santa Catalina". Das Kloster ist ein grosser Komplex mit verschachtelten und verwinkelten Innenräümen und -höfen. Das oft von oben einfallende Licht lässt die blauen und roten Wände noch mehr zur Geltung kommen. Ok, wir schwärmen jetzt sehr, aber es war tatsächlich überwältigend! Wir sind nun totmüde, heute Nacht geht es aber bereits um 3 Uhr weiter auf eine Tour ins Colca Valley.


 

 

 

 

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02Oktober
2013

4910 m.ü.M. !!!

Nach einer kurzen Nacht wurden wir fast pünktlich um 3.30 vor dem Hotel abgeholt. Das Ziel unserer Tagestour war das Colca Valley. Dieses Tal liegt ca. 4.5 Autostunden von Arequipa entfernt und ist das Zuhause vieler Bauern, die diese unwegsame Landschaft terrassiert bebauen. Es sieht fantastisch aus, wie unzählige Mäuerchen auf verschiedenen Höhen die unterschiedlichen Felder abgrenzen. Das Ganze wird über kleine Kanäle von Quell- bzw. Tauwasser bewässert. Allerdings kommt man schnell in die Höhe, wo sich die Temperaturen um die 0 Grad bewegen.

Ebenso beherbergt das Tal Kondore, eine riesige Vogelart (über 3m Flügelspannweite), die bis zu 85 Jahre alt werden können. Leider haben wir nur eines dieser majestätischen Tiere sehen können, dafür sehr nahe, ein tolles Erlebnis.
Unser nächster Zwischenstop war bei den Hot Springs, wo wir uns bei 35 Grad warmem Wasser in den natürlichen Quellen wieder aufwärmen  konnten.
Darauf folgten weitere 2 Stops, einer auf unglaublichen 4910m Höhe, von wo aus wir die Vulkane (unter anderem den Vulkan "Misti" :-)) sehen konnten. Wir ertrugen die Höhe erstaunlich gut, da wir mit Coca-Blättern ausgerüstet waren. Der zweite Stop war bei einer Alpaca- und Lama-Weide. Alles in allem haben wir innerhalb eines Tages einen schönen Überblick von der peruanischen Hochlandnatur bekommen.

PS: Wir haben bei den letzten 3 Einträgen noch neue Fotos hinzugefügt ;-)

 

 

03Oktober
2013

Cusco - Home of the Incas

Der Flug von Arequipa nach Cusco (Wecker um 4.50 Uhr!) führte uns von der weissen in die rote Stadt. Cusco war die Hauptstadt der Incas und liegt auf ca. 3500 m.ü.M. Nach unserer Stadt- und Ruinenführung mit einem tollen local Guide haben wir einen sehr lehrreichen Tag hinter uns. Unsere Stops waren: 1. Catedral Arzobispado del Cusco: Eine Kathedrale, die von den Spanischen Eroberern auf den Fundamenten eines ehemaligen Incapalasts errichtet wurde. ALLES wurde mit Gold und Silber überzogen und stellt nun eine Mischung aus Christentum und Incageschichte dar. Im Zuge der Konvertierung der Indianer wurden einige christliche Dinge abgeändert, so ist Jesus schwarz dargestellt und bei einem Bild des Abendmahls ist ein Meerschweinchen (lokale Spezialität) auf dem Tisch! 2. Qorikancha: Ein alter Incatempel, von dem die Spanier Steine abgetragen haben, um Kirchen zu bauen und um über die Fundamente ihre eigenen Tempel zu errichten. Auffallend war die millimetergenaue Baukunst der alten Incamauern. Es ist bis heute unklar, wie die Incas dieses harte Gestein so präzise bearbeitet haben, jedoch verbanden sie die Steine mörtelfrei mit innenliegenden Kupferverbindungen. 3. Saqsayhuamán: Ist ein riesiger, alter Inca-Tempel. Früher hatte Cusco aus der Vogelperspektive die Form eines Pumas, wovon dies der Kopf war. Riesige Steine (bis 80t!!!) wurden von einem Steinbruch mühsamst herangeschafft, präzise zugehauen und in die Mauer eingepasst. Die vordere Front stellt dabei die zackigen Zähne des Pumakopfs dar. 4. Tambomachay: Eine Art einfach gebautes "Hotel", das auf dem Incatrail alle drei Tagesmärsche vorhanden war, damit sie sich ausruhen konnten. 5. Pukapukara: Ein Höhlentrakt, indem ihre Könige mumifiziert wurden (da die Kälte der Höhle und die Hitze der Sonne den idealen Zustand bereiteten). Zu den Incas kann man im Allgemeinen sagen, dass sie Menschen auf der Suche nach Gleichgewicht in der Natur waren. Ihre drei wichtigsten Tiere zeigen dies sehr gut. Der Kondor stand für Regen und somit Leben (da er die Wolken herbeibrachte), die Schlange stand dafür, dass das Leben genau so schnell enden kann, wie es begonnen hat, und der Puma für die Erdbeben (da er schnell über das Land läuft). Die Incas waren auch ein Volk der Gemeinschaft. Jeder musste für das Volk arbeiten und einander unterstützen und somit konnte nur überleben, wer Teil der Gesellschaft war. Bezüglich ihrer Baukunst lässt sich sagen, dass je präziser und aufwendiger ein Gebäude gebaut war, desto höher war seine Stellung. Fotos folgen!

04Oktober
2013

Sacred Valley

Die heutige Tour durch das Sacred Valley der Incas führte uns auf dem Weg Richtung Machu Picchu nach Urubamba. Auch heute haben wir weitere Inca-Ruinen besucht. Zum einen die Pisac-Terrassierung, wo früher wieder in einer unglaublich hohen und steilen Lage (also in europäischen Augen eher ungünstig) hauptsächlich Agrarkultur betrieben und Lebensmittel gelagert wurden. Die Incas wählten die hohe Lage allerdings gezielt, da sie dadurch der lebensbringenden Sonne und somit dem Sonnengott näher waren. Ihr Leben drehte sich um die Natur (Wasser und somit Nahrung), die Astronomie (Stand der Sonne und damit Jahreszeit, den Mond mit Ebbe und Flut, die parallel zum Valley verlaufende Milchstrasse) und ums Preisen ihrer Götter. In Ollantaytambo sahen wir noch eine weitere Ruhestätte, die vom gegenüberliegenden Berg aus die Form eines Lamas hat. Apropos Lamas und Alpacas: Beim Mittagessen trafen wir vier unterschiedlich freundliche Exemplare dieser Spezies an. Das Entspannteste liess sich knuddeln und fühlte sich an wie ein riesiger fluffy Wollknäuel. Das Vicuña (Tier mit der teuersten Wolle der Welt), empfahl uns hingegen mit seinen vernichtenden Blicken bloss nicht näher zu kommen. Aber auch Fluffy hatte seine furchteinflössenden Austicker (siehe Foto). :-) Morgen früh um 4.00 Uhr werden wir abgeholt und zum nächsten Höhepunkt unserer Reise gebracht, nach Machu Picchu! PS: Fotos folgen demnächst, da wir momentan mit wenig Gepäck unterwegs sind. ;-)

05Oktober
2013

Machu Picchu

Heute Morgen wurden wir um 04.00 Uhr vom Hotel in Urubamba abgeholt und zur Zugstation in Ollantaytambo gebracht. Von dort fuhren wir ca. eine Stunde durch das Sacred Valley nach Aguas Calientes, wo wir auf einen Bus umstiegen. 25 Minuten später kamen wir in der letzten und wohl bekanntesten Inca-Stadt Machu Picchu an. Um Machu Picchu herum gibt es zwei besteigbare Berge. Den näher liegenden, aber tieferen "Huayna Picchu", und den weiter entfernten, jedoch höheren "La Montaña", den wir bestiegen. Wir müssen wirklich sagen: Wir sind stolz auf uns!!! :-) Es war nämlich nicht ohne. Der Aufstieg von gefühlten 1000 Höhenmetern (eigentlich waren es nur ca. 500) hat uns 1.5h gekostet und über zig Steintreppen und an steilen Abhängen vorbei mitten durch den Jungle geführt. Aber der Frühsport hat sich ausbezahlt! Oben angekommen erwartete uns ein traumhafter Rundblick über die grün bewachsene, bergige Landschaft inklusive dem Huayna Picchu und natürlich Machu Picchu. Dies war definitiv der Höhepunkt (nicht nur im übertragenen Sinne) unseres Tages. Wir konnten die Aussicht auch in aller Ruhe geniessen, da mit uns nur ca. 20 weitere Personen oben waren. Der Abstieg ging um einiges leichter. Unten angekommen besichtigten wir die eigentliche Ruine der Inca-Stadt, die nach der "Overdose" an Inca-Kultur nicht mehr ganz so spektakulär auf uns wirkte. Zum Abschluss besuchten wir (mit mittlerweile sehr müden Beinen und ziemlich dehydriert) die Inca-Brücke, basically ein unglaublich steiler Abgrund mit 2 Holzbalken :-).(@Barbara: Es hät sogar "Chetteli" gha zum feschthebä! ;-)). Sehr müde sind wir dann mit einem sehr langsamen Zug zurück nach Cusco gefahren. Witzigerweise wurde in diesem Zug eine Ansage wie in jedem Flugzeug gemacht, es wurde uns praktisch erklärt wie man sicher Zug fährt (Bitte den Kopf nicht aus dem Fenster lehnen - to avoid accidents!!!). Bei der Taxifahrt nach Hause waren wir relativ froh, dass wir dieses mit zwei israelischen Soldaten teilen konnten, die wir auf dem Berg kennen gelernt hatten. In Cusco sind die Taxis ziemlich undurchsichtig.

 

06Oktober
2013

Nochmal Cusco

Wir hatten heute einen ruhigen Tag in Cusco. Morgen fahren wir nach Puno, unserem letzten Stop in Peru. Fotos folgen, sobald wir wieder einmal gutes Internet haben. ;-)
07Oktober
2013

Puno

Heute Morgen holte uns das Taxi wieder einmal in aller Herrgottsfrühe (6.30) ab und fuhr uns zum vermeintlichen Busbahnhof, der sich allerdings als Office des Operators herausstellte. Mit quietschenden Reifen sind wir in letzter Sekunde dann doch noch am richtigen Ort angekommen. Allerdings hätten wir uns gar nicht so beeilen müssen. Der Bus kam erst mal gar nicht richtig zum laufen, und stoppte nach wenigen Metern komplett. Lauter scary Geräusche und eine seltsame Schieflage des Busses liessen uns besorgt aus dem Fenster schauen - ein spontaner Reifenwechsel am Strassenrand. Trotzdem ging die Reise schlussendlich ohne Komplokationen weiter. Wir fuhren durch traumhafte, weitläufige und einsame Hochebenen, die sich in den Farben Gelb, Rot und Grün-Braun abwechselten. Wieder haben wir mehrere Stops gemacht, unter anderem einen in der Prä-Inca-Ruinenstadt Raqchi. Dort wurde uns mitgeteilt, dass nicht ausschliesslich die Spanier Schuld hatten am Untergang der Inca-Kultur. Offenbar gab es zwei Inca-Brüder, die sich das Reich teilten und zerstritten waren. Hinzu kam, dass die gewöhnlichen Prä-Inca-Stämme Steuern in Form von Arbeit oder Nahrung an die Incas abgeben mussten, und sich daher gerne den Spaniern anschlossen. Nach 10 Stunden erreichten wir das Städtchen Puno am Titicaca-See.

 

 

09Oktober
2013

Bolivien - Isla del Sol

Vorgestern Abend sind wir frohen Mutes im Hotel in Puno angekommen und hofften, dort Informationen für den nächsten Tag zu erhalten. Dem war leider nicht so. Bis gestern Morgen um 9.30 wussten wir nicht, wann uns wer wohin bringen würde, oder ob man uns ganz vergessen hat. Glücklicherweise tauchten dann doch noch zwei nette Frauen mit sehrschlechtem Gewissen auf. Offenbar gab es ein Missverständnis, in welchem Hotel wir sein würden. Es wendete sich allerdings doch noch alles zum Guten, denn wir kamen in den Genuss einer Privat-Tour. Wir wurden also entlang dem wunderschönen, riesigen Titicaca-See bis zur bolivianischen Grenze gefahren. Der Titicaca-See (übersetzt "Puma und Stein") ist der höchstgelegene, befahrbare See der Welt und gehört zu 60% den Peruanern und zu 40% den Bolivianern. An der Grenze mussten wir das Gepäck und den Bus verabschieden und zu Fuss!!! in Bolivien einreisen. Dort wurden wir vom deutschsprachigen Bolivianer Henry empfangen, mit dem wir zunächst Copacabana besuchten. Diesem kleinen Dörfchen am See verdankt der weltberühmte Strand in Rio (wo wir ja erst vor drei Wochen waren) seinen Namen. Mit einem Tragflügelboot ging es weiter zur "Isla del Sol". In Begleitung der zwei Lamas "Perla" und "Gerardo", einem Maultier, zwei Inselbewohnern, einer Sauerstoffflasche und natürlich Henry, wurden wir beide zum Hotel eskortiert. Awesome! Wir erfuhren dann, dass gewöhnlich ältere Leute diese Tour buchen (FYI: wir brauchten keinen extra Sauerstoff :-)). Gerardo bereitete uns spezielle Freude. Er kam aus freien Stücken mit uns mit, poste schön für die Fotos und machte dennoch sein eigenes Ding. :-) Henry führte uns noch zum höchsten Punkt der Insel, von dem aus wir einen fantastischen Blick auf das Peru- und Bolivien-Festland hatten und einen traumhaften Sonnenuntergang geniessen konnten. Zufälligerweise fand im Dorf ein Fest statt, an dem auch alle 50 Einwohner teilnahmen, fröhlich Musik machten, tanzten und viel viel viel bolivianisches Bier tranken. Es war beeindruckend wie die Blaskapelle (vergleichbar mit der Guggemusig) auf dieser Höhe Vollgas gab und ohne Beleuchtung auf dem Dorfplatz munter weiter spielte. Gegen Ende torkelte dann einer nach dem anderen nach Hause. Es war eine Freude zum Zuschauen! Bevor wir nun komplett in Bolivien ankommen, wollen wir noch ein Peru-Fazit ziehen: Peru ist uns landschaftlich als sehr abwechslungsreich und kulturell als sehr traditionsbewusst und farbenfroh aufgefallen. Die Inca-Kultur und ihre Baukunst selbst auf den höchsten Bergen hat uns tief beeindruckt, genauso wie die Durchmischung der spanischen und peruanischen Geschichte. Etwas negativ fiel uns leider auf, dass man als Tourist permanent aufpassen muss, dass man nicht über den Tisch gezogen wird. Diese unehrliche und falsche Art haben wir von den eigentlich sehr herzlichen Menschen nicht erwartet und wird mit der Zeit anstrengend. Kulinarisch war unsere Begeisterung begrenzt. Obwohl die Peruaner ein awesome und überdimensional grosses Popcorn haben, hat uns (v.a. Raphaela) nicht begeistert, dass sie unsere Haustiere (Meerschweinchen) mit einem schönen Braatesöseli verspeisen. Dennoch ist Peru ein tolles Land, das man unbedingt bereisen sollte und immerhin bringt einem der Pisco Sour über die bitteren Momente hinweg. ;-)

09Oktober
2013

Titicacasee

Eingepackt in Heizdecken wappneten wir uns für die erste Nacht auf 4000 m.ü.M! Nach einer erstaunlich warmen Nacht fingen wir unseren Tag mit einem ausgiebigen Inselspaziergang an. Besonders freundlich wurden wir von den Inselbewohnern leider nicht empfangen. Dass der Tourismus positive Auswirkungen haben kann, ist hier vielen nicht bewusst (und wir waren praktisch die einzigen Touristen!). Fotografiert man auch schon nur ein kleines, unschuldiges Lämmchen, wird man mit lautem Zischen weggescheucht und beschimpft. Auch dass man an ihren Ständen nichts kauft wird mit schwerer Beleidigung quittiert. Die Insel mit ihren tollen Farben, genialer Aussicht auf die Königskette bis nach Peru, und ihrer Vielfalt von Pflanzen war dennoch sehr schön. Nachmittags besuchten wir die Mondinsel, auf der früher ausschliesslich die Jungfrauen des Incakönigs von Frauen aufgezogen und erzogen wurden, bis dann einige von ihnen der Mutter Erde im Tempel geopfert wurden. Heute leben nur noch 25 Familien in einfachsten Verhältnissen auf dieser kleinen Insel. Nach 1.5 weiteren Stunden Bootsfahrt über den endlos wirkenden Titicaca-See kamen wir in Huatajata an, von wo aus wir im Bus nach La Paz fuhren. Die Stadt, die in einem Kessel auf ca. 3600 m.ü.M. liegt, beeindruckte uns schon beim reinfahren mit ihrer Grösse und ihrem Trubel. Wir sind gespannt auf morgen.

10Oktober
2013

La Paz

Gestern Morgen holte uns Henry zu unserer Stadtrundfahrt in La Paz ab. Wir fingen in der Altstadt an, von wo aus wir einen schönen Blick durch verschiedenste Kolonialgassen hatten. Man sah, wie sich die Stadt den umliegenden Bergen entlang hochentwickelt und diese daher wie einen Kessel aussehen lässt. Danach brachte uns Henry zu einer Aussichtsplattform, von wo aus wir die phänomenale Stadt komplett überblicken konnten, wirklich atemberaubend. Von da aus ging es in’s Moon Valley, einem Ort, der angeblich der Landschaft auf dem Mond gleicht. Diese seltsamen Erdformen sind aus ursprünglicher Lava entstanden. Abschliessend sind wir auf einen lokalen Markt gefahren, von dem wir leider keine Fotos machen durften, da die Verkäuferinnen einem sonst mit Obst oder Fischgräten bewerfen. =) Man findet auf diesem Markt allerdings wirklich ALLES, zum wohnen, zum bauen, zum essen und sogar Schuluniformen. Wir haben in unserem Leben noch nie so grosse Früchte gesehen!!! Auch der Hexenmarkt war beeindruckend, wenn auch etwas erschreckend und für uns schwer nachzuvollziehen. Hier findet man alles von Lamaembryos oder -babys, Amuletten, heilenden Kräutern und Opfergaben für die Mutter Erde. Abends haben wir eine Bierdegustation (nicht wirklich unser Ding…) mit Henry und seinem Kumpel gemacht. Man fällt in diesen Bars als europäische Mädchen extreme auf und es wird ohne Scham gegafft. Natürlich haben uns die beiden Bolivianer “beschützt”, nicht dass das bei uns zwei Kampfhühnern nötig gewesen wäre. =)

Wir haben für die letzten Einträge (ab Puno) nochmals Fotos ergänzt. Viel Spass! ;-)

 

  

13Oktober
2013

Salar de Uyuni und Atacama-Wüste

TAG 1: Unsere 3-Tagestour begann am Flughafen in Uyuni, wo wir um 6.30 landeten und bereits den ersten Kälteschock erlebten (-5 Grad). Unsere Tour startete relativ zügig. Mit einem Toyota Landcruiser und 4 weiteren Passagieren (3 Australiern und einer Irin, sowie unserem Fahrer/Koch/Guide Lalo, fuhren wir ins weisse Salzmeer rein. Wir schauten bei "Colchani", einer Salzproduktionstätte vorbei. Das erste Mittagessen (leckeres Lamafleisch mit Kartoffeln und Salat) tischte uns Lalo mitten in der Salzwüste auf. Kilometerweit sieht man nichts als das unendliche Weiss! Nach einigen lustigen Fotos ging es weiter zur "Isla Incahuasi", die mitten im Salz steht und überwachsen ist von riesigen Kakteen. Es ist unglaublich, dass in dieser Einöde überhaupt etwas wachsen kann. Bei der Weiterfahrt änderte sich die Landschaft drastisch und wurde wieder ein wenig grüner und steiniger. Über holprige und sandige Wege erreichten wir kurz vor Sonnenuntergang das Salzhotel. Kaum war die Sonne weg war es wieder richtig kalt. Im Verlauf des Tages hatten wir uns mit der Gruppe richtig gut angefreundet und auch Lalo war super, ein kleiner alter und sehr fleissiger Mann, der sich immer um unser Wohl kümmerte. Das Salzhotel war einfach aber cool und es gab immerhin fliessendes kaltes Wasser und Strom.

TAG 2: Der zweite Tag führte uns zunächst zur einzigen Eisenbahnstrecke in der Wüste. Ausnahmsweise trauten wir uns hier auf die Gleise ;-). Die Stille und Verlassenheit war beeindruckend an diesem Ort. Weiter ging es vorbei an diversen Vulkanen und Felsformationen. Einer dieser Vulkane war tatsächlich noch aktiv und spuckte kleine Rauchwolken. Das Mittagessen nahmen wir dann an einer traumhaften Lagune mit Flamingos ein. Durch ein Felsenvalley fuhren wir weiter bergauf (zum Glück hatte der Fluss des Valleys nur wenig Wasser). Dann schauten wir uns den berühmten "Arbol de Piedra" an, einen natürlich gebildeten Stein in Form eines Baumes. Die Landschaft entwickelte sich an diesem Tag von grün und weich zu rot und felsig, immer umgeben von diversen Vulkanen. Eigentlich hatten wir uns die Vulkane etwas spektakulärer vorgestellt, denn sie glichen eher dem Lenzerhorn. Dies lag vermutlich daran, dass die Spitzen keinen Schnee mehr hatten. Unser letzter Stop war bei der "Laguna Colorada", einem komplett rot-orange gefärbten See, absolut genial! Am Abend assen wir gemütlich mit der Gruppe im zweiten Hostel, das auf 4500 m.ü.M. lag. Dieses war nochmal um einiges einfacher und vor allem viel kälter als das erste. Vor, während und nach dem Essen tranken wir fleissig drei Flaschen Wein (auf die Australier ist immer Verlass :-)) und spielten das für uns neue Kartenspiel "Durak". Wir hatten unglaublich viel Spass. Je später der Abend und leerer die Weinflaschen, desto lustiger wurde es und Raphaela's Spielerfolg steigerte sich (trotzdem schloss sie als Letzte ab ;-)). Um Punkt 21.20 (ist ja schon spät!) wurde der Strom abgestellt und die Bettruhe eingeleitet. Nachdem wir mit Taschenlampen fertig gespielt hatten, verkrochen wir uns in die eisig kalten Betten. Trotz mehrerer Kleiderschichten und vielen Lagen an Decken wurde es nicht warm.

TAG 3: Obwohl Lalo uns um 4.15 weckte, waren wir froh, dass wir austehen und diese eisige Nacht hinter uns lassen konnten! Das frühe Aufstehen bewährte sich sowieso schnell, als wir kurz vor Sonnenaufgang bei den Geysiren ankamen. Ein tolles, wenn auch nach Schwefel stinkendes Naturspektakel! Der aus der Erde austretende Rauch mit der Morgensonne verwandelte die unmittelbare Umgebung in eine mystische Landschaft. In unmittelbarer Nähe davon fanden wir interessant im Wind geformte Eiszacken. Den nächsten Halt machten wir bei einer riesigen, direkt an eine Lagune grenzenden Hot Spring, in die wir uns nach einem super Pancake-Frühstück hineinstürzten. Endlich konnten wir wieder auftauen! :-) Das Rauskommen war nicht ganz so gäbig :-), da sich die Aussentemperatur immer noch im einstelligen Bereich bewegte. Bevor wir die Grenze nach Chile überquerten, sahen wir uns noch die "Laguna Verde" an, die leider nicht ganz so grün war wie wir es uns vorgestellt hatten (da ist der Katzensee grüner ;-)).

 

 

14Oktober
2013

Chile - San Pedro de Atacama

Ausnahmsweise haben wir heute wieder einmal ausgeschlafen (also bis 7.30 Uhr...) und ausgiebig gefrühstückt. Eigentlich hatten wir gestern Abend vorgehabt den wunderschönen Sternenhimmel der Atacama Wüste mit einer geführten Tour zu bestaunen - allerdings wurde dies aufgrund von Nebel abgesagt. Daher wollten wir uns heute noch ein letztes Mal auf Entdeckungsreise begeben und die schöne Umgebung aus einer anderen Perspektive betrachten, nämlich auf einem Ausritt mit Pferden. Glücklicherweise hatten wir einen französischen Guide für uns alleine und so machten wir uns auf den Weg durch das "Valle de la Muerte". Nicht nur landschaftlich war es traumhauft, auch unser Französisch konnten wir so wieder etwas polieren. Dies war ein perfekter Abschluss unserer noch perfekteren Reise, die nun leider zu Ende geht. Heute Abend trennen sich unsere Wege - Raphaela macht sich auf mit dem Nachtbus nach Iquique und Sandra tritt morgen die lange Heimreise über Calama, Santiago de Chile und Madrid an.

 

14Oktober
2013

Pros and Cons

Nach unseren 4 Wochen hier in Südamerika möchten wir gerne ein Fazit von Pros und Cons ziehen. Wir beginnen mit den Cons, damit wir positiv enden können. =)

 

CONS:

- Toiletten: Klopapier meistens nicht vorhanden, wenn doch, dann ist's strengstens verboten dieses zu spühlen, stattdessen im "wohlriechenden" meist offenen und sichtbaren Mülleimer zu entsorgen. Yuck!! (Den Sinn haben wir bis heute nicht verstanden, da ja Septic Tanks überall sonst auf der Welt damit auch klar kommen!?)

- Achtung Verarschung: Egal wo, immer davor nach dem Preis erkundingen, dafür kämpfen und ihn ständig hinterfragen, Rückgeld immer zählen und Rechnungen double checken. Sie versuchen es permanent. Anstrengend!

- Gefressen werden: (Raphaela auch von Mosquitos) Taxifahrer und Touranbieter stürzen sich im wahrsten Sinne des Wortes in Massen auf einen. Es wird einem nicht zugetraut sich selber zu organisieren. Ein "no gracias" wird auch beim dritten und vierten Mal nicht akzeptiert... Und Sandra dachte sie wäre abgehärtet von allen "special price" Angeboten aus Afrika... Mühsam!

- Zustand der Taxis: Niemals Sitzgurte, bewegende Sitze, lose Dächer und nicht existente Armaturen. Mit diesen Gefährten bewegt man sich in atemberaubender Geschwindigkeit, ohne Vortrittsregel, HUPEND, kreuz und quer durch die engen Strassen. Ampeln werden eher als Empfehlung betrachtet... Part of the experience!

- Kulinarisch: Überall isch Koreander dra!... geschmacktötend!

- Kultur: Kein Respekt für die eigenen Schätze. Guides stochern mit Regenschirmen in jahrtausend alten Inca-Gesteinen herum, schmeissen Müll aus dem Fenster, zerfahren ihre eigene Wüste und kümmern sich weder um Mülltrennung noch -abbau.

- Negative Charaktereigenschaften: ungeduldiger Brasilianer (v.a. im Verkehr), hinterlistiger Peruaner (geldgierig), fotoscheuer und geifriger Bolivianer (v.a. nach den europäischen Girls), die Chilenen sind noch unter Analyse...

 

 

PROS:

where to begin...

- Landschaften: so vielfältig und einzigartig, im Nachhinein kaum mehr einzeln fassbar. Unterschiedlichste Temperaturen an gleichen Orten, verschiedenste Farben und Vegetationen, unglaubliche Höhenunterschiede und irre Kombinationen (eisbedeckte Vulkäne mitten in der Wüste)... Faszinierend!

- Natur und Handwerk: Enge Verbindung und Abhängigkeit zwischen Menschen und ihrer Naturvorkommen. Die teuerste und feinste Wolle wird hier produziert und verarbeitet zu wunderschönen Artesanien. Die Agrarkultur ist sehr ausgeprägt und natürlich.

- Kulinarisch: Früchte in allen Grössen und Farben, Mangos, Erdbeeren, Ananas, Kiwi, Melonen, Papayas, Orangen schon zum Frühstück. Laut Raphaela der beste Drink der Welt, Pisco Sour (Sandra bevorzugt knapp noch den Rock Shandy =))). Unglaublich viele Kartoffel- und Zubereitungsarten. Coca-Blätter und -Tee schmecken zwar "interessant" aber helfen wirklich gegen allerlei, speziell gegen die Höhe.

- Kultur: Ein Mix und eine Verschmelzung verschiedener Völker und Baukulturen. Mythische Vergangenheit der Incas, extrem hoch liegende Städte mit nah beieinander liegendem und doch getrenntem arm und reich, reich geschmückte Kirchen und schön gestaltete Plätze, kreative Materialverwendung (Gebäude aus Salz und Vulkangestein, Strochdächer etc.).

- Positive Charaktereigenschaften: Lebensfreudige, strahlende und körperbewusste Brasilianer, hilfsbereite und herzliche Peruaner, zuvorkommende und nationalstolze Bolivianer, organisierte und strukturierte Chilenen.

15Oktober
2013

Wieder unterwegs...

Während Sandra sich heute aufmacht in die Schweiz, bin ich mit dem Nachtbus gut in Iquique angekommen. Ich hätte zwar fast den Bus verpasst, da die Karten in Chile sehr ungenau sind. Eine Strecke von 1cm kann im Zentrum des Dorfes 50m sein, ausserhalb aber auch 300. Dennoch habe ich den Bus grade noch erwischt und bin nach kurzen 8 Stunden in meiner zweiten Heimat angekommen. 

30Oktober
2013

Chile - Iquique

Wie versprochen kommt nun noch ein kleiner Nachtrag zu Chile. Ok, ich gebe zu, ich bin nicht ganz objektiv, was dieses Land anbelangt. Vermutlich könnte man erwarten, dass ich zu positiv eingestellt bin. Allerdings ist das nicht der Fall. Chile ist einfach das beste Land von Südamerika. =)=)=)
Nun aber ernsthaft. Chile ist tatsächlich im Vergleich zu Peru und Bolivien, sehr fortschrittlich. Hier gibt es Verkehrsvorschriften, funktionierende Toiletten die auch mit Klopapier klarkommen, saubere Strassen und kaum korrupte Polizisten. Auf der anderen Seite ist Chile auch teurer und strenger in vielerlei Hinsicht. Was auch hier ein riesen Minus-Punkt ist, sind die vielen verwahrlosten und ausgesetzten Tiere sowie die nicht vorhandene Mülltrennung. Es tut weh zu sehen, wie in Südamerika diese Dinge wirklich nicht funktionieren. =(
Nichtsdestotrotz habe ich auch hier eine wunderschöne Zeit verbracht, gut gegessen und getrunken und kann dieses Land natürlich jedem nur wärmstens empfehlen, gerade weil es auch vom Norden bis in den Süden eine ungemeine Vielfalt gibt. =)

 

30Oktober
2013

Wieder Zuhause

Nun sind wir beide wieder in unserem Alltag angekommen und haben Südamerika in wunderschöner Erinnerung. In den nächsten Tagen werden wir noch die Best-Offs unserer Fotos hochladen. Wir hoffen ihr hattet Spass, ab und zu hier reinzuschauen und einen kleinen Einblick unserer langen Reise zu gewinnen. Vielen Dank für eure Unterstützung und eure netten Kommentare. Wir haben uns immer wieder sehr gefreut!!!
Eure Sändi und Raphi ;-)